Die Nitratwerte im bayerischen Grundwasser steigen weiter an. Nach aktuellen Messungen wurden die Grenzwerte in fast allen Regionen des Freistaats deutlich häufiger überschritten als in den Vorjahren. Besonders betroffen ist Niederbayern: Hier traten laut den jüngsten Auswertungen dreimal so viele Grenzwertüberschreitungen auf wie noch im Vergleichszeitraum. In Oberbayern lagen die Werte viermal, in der Oberpfalz sogar sechsmal so oft über dem erlaubten Limit.
„Das ist ein Alarmsignal! Bayerns Grundwasser ist in Gefahr – und damit auch die Menschen in Bayern“, warnt Mia Goller, Sprecherin für Landwirtschaft der Landtags-Grünen. Die Abgeordnete fordert von der Staatsregierung „endlich entschlossenes Handeln statt Aussitzen“.
„Die Staatsregierung darf das Problem nicht länger ignorieren. Jede weitere Verzögerung gefährdet nicht nur die Natur, sondern auch das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in die bayerische Landwirtschafts- und Umweltpolitik“, so Goller weiter. Gleichzeitig mahnt sie, nicht pauschal alle Bäuerinnen und Bauern zu beschuldigen: „Sehr viele Landwirtinnen und Landwirte arbeiten verantwortungsbewusst. Es ist einfach nicht fair, sie unter Generalverdacht zu stellen. Wir müssen die schwarzen Schafe finden – und die anderen von überzogenen Auflagen entlasten.“
Für Ihren Kollegen, Landtagsabgeordneten Toni Schuberl ist klar: Die Verantwortung liegt in München, nicht in Brüssel oder Berlin. „Der Freistaat hat alle Möglichkeiten, selbst für sauberes Grundwasser zu sorgen. Die Staatsregierung muss sich endlich um Bayern kümmern – unser Grundwasser darf keine Verhandlungsmasse mehr sein.“
Foto: Ines Helmer
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